Letztes Feedback

Meta





 

Societies...

In Durham legt man viel Wert darauf, dass die Studenten nebenbei auch noch möglichst vielen Gruppen beitreten, die nennt man societies. Und davon gibt es hier echt wahnsinnig viele.

 Um die alle (oder zumindest ziemlich viele davon) kennen zu lernen, gab es letzte Woche einen so genannten societies fair, eine Art Basar, auf dem man sich an verschiedenen Ständen für societies eintragen kann. Es gibt sehr viele Sportgruppen wie Lacrosse, Fußball oder Rudern, Theatergruppen, Zeitungen, Chöre, Charity, aber auch sehr spezielle wie die Pokemon group oder die Käseliebhaber. Sehr lustig. Es ist also für jeden etwas dabei.

Am Wochenende haben wir das Partyleben ein wenig getestet. Es ist einfach der totale Wahnsinn, wie die hier rumlaufen. Ein Partyoutfit, bei dem unten nicht der nackte Po raushängt, ist kein richtiges Partyoutfit. Kälte spüren die hier nicht mehr, dem Alkohol sei Dank! Aber es ist lustig anzuschauen. 

Jetzt nach der Freshers' Week, in der jeden Tag ne andere Mottoparty war (Gatsby, USA, Freshtival) geht die Unizeit endlich los. Hatte in den letzten Tagen die ersten Kurse und es ist recht angenehm, weil jeder Kurs nur ne Stunde dauert und wir nicht so viele sind. Ich war heute auch in der ersten Vorlesung vom Martinec, der ja auch von der Regensburger Uni hierher gekommen ist. 

 Fast niemand nimmt hier übrigens den Bus, weil es zum einen kompliziert ist,ein Ticket zu kaufen (es gibt verschiedene Busgesellschaften, die nicht miteinander kooperieren) und zum anderen weiß man nie genau, wo man aussteigen soll, weil die Busstation nicht angezeigt wird. Also läuft man. Irgendwann tun die Füße auch nicht mehr weh. Und Durham sieht so schön aus, dass man gerne ein paar Meter mehr läuft.

Das Wetter hier war bisher eigentlich ganz gut, es regnet ab und zu, aber wenn die Sonne wieder hinter den Wolken hervorkommt, sieht es umso schöner aus. 

Übermorgen ist mein nächstes Formal Dinner, dieses Mal mit meiner Collegefamily. Bin ja mal gespannt.

Bis bald!

Susi

8.10.13 20:27, kommentieren

Freshers' Week and Matriculation Ceremony

Freshers' Craziness. Seit Sonntag ist jeden Tag etwas anderes. Infoveranstaltungen in Hülle und Fülle, Termine, Fristen, Appointments. Jeden Tag sind abends Mottoparties in meinem College und es gibt so viel zu tun, dass ich erst heute dazu gekommen bin, einen Blog zu erstellen.

Höhepunkt war die Matriculation Ceremony und das Formal Dinner am Mittwoch. Alle Freshers bekamen einen gown (so ein schwarzes Umhangding) und das mussten wir während der ceremony und dem dinner tragen. Man kommt auch einfach nicht über dieses Hogwarts-Gefühl hinweg. Als ich am College ankam, spielten sie die Titelmelodie von Harry Potter. Man steht im Innenhof des castle und alles wirkt so surreal.

Gemeinsam zogen wir in die Kathedrale ein und wurden immatrikuliert. Danach marschierten wir hinter einem Dudelsackspieler zurück zum Castle, wo uns unsere College parents (Leute aus dem zweiten Jahr) mit viel Jubel und Topf schlagen empfingen. Sie standen vor dem Tor Spalier.

Nach dem Foto und dem singen einiger college Hymnen und Schlachtrufen gegen andere Colleges durften wir unsere College parents suchen. Jeder hat eine Mum und einen Dad aus dem zweiten Jahr und einen Bruder/Schwester aus dem ersten Jahr. Ich bin älter als meine Eltern. Hurra.

 Aber das ist nicht ungewöhnlich, denn generell sind hier alle um einiges jünger und deswegen kümmern sich auch alle älteren sehr fürsorglich um einen, obwohl man als Erasmusstudent etwas irritiert ist, weil man daran gewohnt ist, sich um sich selbst zu kümmern. Es ist hier mehr wie ein Internat als eine Uni.

Abends hatten wir unser erstes formal dinner. Jeder ist elegant gekleidet und trägt seinen gown. Man sitzt in der Great Hall und bekommt ein Drei-Gänge-Menü serviert. Dazu Wein, wenn man möchte. Und dieses Essen ist sehr sehr gut! 

Ansonsten ist das Essen zwar nicht wirklich schlecht, aber gewöhnungsbedürftig. Überall gibt es Würstchen dazu, in fast jeder Soße sind Würstchen, sogar in der Soße für das Hühnchen. Aber man kann es essen.

Das Wetter war in den ersten Tagen sehr schön, aber seit Mittwoch ist es bewölkt und es regnet. Aber bisher kann ich mich nicht beschweren. 

Am Wochenende werden die societies meines Colleges vorgestellt, dann erzähl ich mal ein wenig darüber, wie viele, sehr sinnvolle societies es hier gibt

4.10.13 11:56, kommentieren

Ankunft in Durham und am College: I'm a Castle Member!!

Meine ersten Tage hier in Durham sind sehr schnell vergangen. Durham ist eine relativ kleine, sehr alte Stadt, mit vielen Hügeln, alten Gebäuden, einer wunderschönen Kathedrale und einem Schloss, die auf einem Hügel mitten in der Stadt errichtet über allem aufragen.

Alles erinnert sehr an eine Filmkulisse und kein Wunder, hier wurde auch Harry Potter gedreht. Durham University ist eine der traditionellsten und ältesten Unis in England. Nur Cambridge und Oxford haben ähnlich alte Traditionen wie Durham. 

Es gibt hier Trimester, keine Semester, man studiert von Mitte Oktober bis Mitte Dezember, Mitte Januar bis Mitte März und Mitte April bis Mitte Juni. Die terms heißen Michaelmas, Epiphany und Easter, benannt nach kirchlichen Festen. Als Student gehört man einem College an, die Erstsemester, Freshers genannt, wohnen in dem College. Es gibt dort Veranstaltungen, Societies und Parties.

Als Erasmus Student darf ich leider nicht im College wohnen, weil die Zimmeranzahl sehr begrenzt ist. Ich wohne etwas außerhalb in einem Studentenviertel in einem kleinen Haus zusammen mit einer Chinesin, die ihren Doktor macht und einer Italienerin, die an ihrer Masterarbeit schreibt. 

 Ich habe das Glück, zum ältesten College zu gehören, dem University College, das sich im Schloss befindet. Wir essen in der Great Hall, die dem Speisesaal von Hogwarts verdammt ähnlich sieht und in der alle möglichen Veranstaltungen stattfinden. Es ist wirklich beeindruckend.

Die Innenstadt selbst ist recht klein, aber wunderschön und umgeben von dem Fluß Wear, der sie fast wie eine Insel wirken lässt. Es gibt viele Cafés und Bars und schöne alte Brücken. An fast jeder Ecke steht ein Straßenmusiker, der für Stimmung in den Straßen sorgt. Man kann eigentlich überall zu Fuß hingehen, das machen hier fast alle. 

Gleich zu Beginn hab ich mich mit Ramona getroffen, die auch aus Regensburg hierher gekommen ist und ein Jahr bleibt. Es ist schon witzig, dass wir aus derselben Stadt kommen und uns erst hier zum ersten Mal getroffen haben.

 Am Sonntag startete die Freshers' craziness. Alle Freshers kamen mit ihren Eltern nach Durham (deswegen war auch alles ausgebucht) und plötzlich war diese Stadt nicht mehr so ruhig und es begann die verrückte Freshers' Week!

4.10.13 11:40, kommentieren